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Collage DNA-Forensik / Angewandte DNA-TestsFAQ / Häufige Fragen: Genotypisierung von Tieren


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Welche Informationen erhält man durch eine DNA-Untersuchung (Genotypisierung) von Tieren zum Herkunftsnachweis?

Bei der Genotypisierung wird von jedem Tier ein DNA-Profil ("genetischer Fingerabdruck") erzeugt, das so individuell ist, dass man theoretisch ein einzelnes Tier aus 6 Milliarden Tieren identifizieren kann. Der genetische Fingerabdruck kann aus verschiedenen Geweben der Tiere, z.B. Blut, Haut, Haaren mit Haarwurzeln, Federn mit Federkielen und nach der Schlachtung aus Fleisch und Fleischprodukten angefertigt werden. Ein Vergleich der DNA-Profile einzelner Tiere oder aus deren Produkten mit dem Profil, das früher angefertigt und in einer Datenbank gespeichert wurde, ermöglicht den zweifelsfreien Nachweis der Identität. Falls keine Vergleichsprobe existiert, kann die Abstammung eines Tieres von den Elterntieren überprüft werden.
Im Gegensatz zu anderen Markierungsmethoden (z.B. Mikrochips) ist der genetische Fingerabdruck nicht manipulierbar. Bei Haustieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, kann durch einen Vergleich des DNA-Profils aus Fleisch oder Fleischprodukten mit einer vorher vom Tier genommenen Probe die Herkunft des Fleisches eindeutig nachgewiesen werden (siehe "Herkunftsnachweis von Fleisch" auf unserer Homepage). Mit diesem fälschungssicheren Nachweis kann die Vermarktung unterstützt werden. Der genetische Fingerabdruck dient nur der Identifizierung und enthält keine weiteren genetischen Informationen. Er ist für das Tier völlig unschädlich. Die Untersuchung kann jedoch mit einer Diagnose für Erbkrankheiten oder erwünschte Erbmerkmale kombiniert werden.

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Was ist ein genetischer Fingerabdruck?

GelDie Erstellung des genetischen Fingerabdruckes erfolgt durch die Mikrosatelliten-Analyse. Mikrosatelliten sind Abschnitte in nicht kodierenden Bereichen des Genoms, in denen einfache Sequenzen der DNA-Bausteine, z.B. GA, GAG, CAA, unterschiedlich oft wiederholt werden, so dass die Abschnitte unterschiedlich lang sind. Jedes Individuum besitzt eine einzigartige Kombination dieser verschieden langen Abschnitte der Mikrosatelliten, die bei einer Längenanalyse in einem Gel ein individuelles Bandenmuster, ähnlich einem Strichcode, ergeben (siehe Abbildung). Dieses Bandenmuster wird auch als DNA-Profil oder genetischer Fingerabdruck bezeichnet. Bei Haustieren werden in der Regel 5 bis 12 dieser "Mikrosatellitenmarker" ausgewählt, mit denen eine Individualisierung effizient durchgeführt werden kann.

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Wo wird die Genotypisierung von Tieren angewendet?

  • Tierzüchtung und Tieridentifizierung: Die Genotypisierung ermöglicht einen sicheren Abstammungsnachweis von den Elterntieren durch Vergleich der DNA-Profile der Eltern mit denen der Nachkommen. Wiedergefundene Tiere können eindeutig identifiziert werden, falls ihr DNA-Profil vorliegt oder aus Haaren oder Speichelresten (z.B. an Kauknochen) erzeugt werden kann. Als völlig harmlose Untersuchung bietet die Genotypisierung auch bei seltenen und wertvollen Vögeln oder Reptilien, bei denen eine Markierung mit Mikrochips problematisch sein kann, das ideale Verfahren. Bei diesen Tieren ist auch die Geschlechtsbestimmung eine wichtige Anwendung.
  • Lebensmittelkontrolle: Im Gegensatz zu den bisher eingesetzten Verfahren kann auch nach dem Zerlegen des Schlachtkörpers eine absolut sichere Zuordnung der Teile zu einem bestimmten, vorher getesteten Tier erfolgen. Falls keine Vergleichsprobe vorliegt, kann die Zuordnung zu den Zucht- bzw. Elterntieren vorgenommen werden. Dadurch kann auch ein Stichprobensystem etabliert werden, mit dessen Hilfe Kontrollen jederzeit möglich sind. Eine weitere Anwendung ist die Zuordnung von Fleisch zu einer bestimmten Tierart. Das gleiche gilt natürlich auch für viele Fleischprodukte, sofern nicht zu viele verschiedene Tiere in eine Wurst "eingearbeitet" sind, oder solange noch wenigstens kleinere Fleischstücke in der Wurst vorhanden sind. Die Tierartenbestimmung ist jedoch auch möglich, wenn das verwendete Fleisch von jeweils mehreren Tieren einer Art stammt.
  • Artenschutz: Falls der Verdacht besteht, dass artengeschützte Tiere, die bei einem Tierhändler oder Importeur gefunden werden, keine Nachzuchten, sondern illegal importierte Wildfänge sind, läßt sich mit der DNA-Typisierung sowohl das Verwandtschaftsverhältnis der Tiere untereinander, als auch ihre Verwandtschaftsbeziehung zu den angeblichen Zuchttieren sicher feststellen.

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Woraus kann die für die Untersuchung notwendige DNA isoliert werden?

Die Probennahme hängt von der Tierart und der Verwendung ab. Im einfachsten Fall kann eine Schleimhauttupferprobe aus der Mundhöhle genommen werden, die völlig schmerzfrei erfolgt und sich besonders für kleine Tiere eignet. Oft werden 1 ml EDTA-Blut von Säugetieren und 0,1 bis 0,2 ml EDTA-Blut von Tieren mit zellkernhaltigen Erythrozyten (Vögel, Reptilien) verwendet. Die DNA kann auch aus Haaren mit Haarwurzeln oder Federn mit Federkielen isoliert werden.
Bei der Entnahme der Schleimhauttupferproben aus der Mundhöhle sollte beachtet werden, dass die untersuchten Tiere nicht mehr gesäugt werden, da die sonst in der Mundhöhle vorhandenen mütterlichen Zellen aus der Milch das Ergebnis verfälschen können. Bei Haaren ist darauf zu achten, dass sie nicht von anderen Tieren stammen, die mit dem zu untersuchenden Tier in Kontakt standen.

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Wie soll das Probenmaterial verschickt werden?

Die eindeutig gekennzeichneten Blut-, Tupfer-, oder Haarproben können ungekühlt auf dem Postweg verschickt werden. Ein ausführlicher Fragebogen kann bei Medigenomix angefordert werden.

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Wie lange dauert eine DNA-Untersuchung bei Medigenomix?

In der Regel liegt das Ergebnis der Untersuchung innnerhalb von zwei Wochen nach Probeneingang bei Medigenomix vor.

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Was kostet eine DNA-Untersuchung bei Medigenomix?

Die Kosten für eine Untersuchung erfragen Sie bitte bei uns.
Bei Verträgen mit Züchterorganisationen sind reduzierte Sonderpreise möglich.

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Wie erhalte ich die Ergebnisse der Untersuchung und was geschieht mit der DNA nach der Untersuchung?

Die Ergebnisse der Untersuchung werden über den Einsender an den Besitzer des Tieres verschickt. In Absprache mit den Züchterverbänden können die Ergebnisse in eine zentrale Datenbank eingegeben werden, wenn das Einverständnis der Tierbesitzer vorliegt.
Die DNA kann bei Medigenomix auf Wunsch für weitere Untersuchungen eingelagert werden.


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Letzte Änderung dieser Seite: 28.01.2010
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