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IGENITY® MYOSTATIN oder Doppellender-Test (nt821): Der Doppellender-Phänotyp beruht auf einem Gendefekt im Myostatin-Gen. Myostatin ist ein Protein, das übermäßiges und unkontrolliertes Muskelwachstum verhindert. Bestimmte vererbbare Veränderungen in der Gensequenz, so genannte "Disruptive Mutationen" (Tabelle 1), führen zu einem inaktiven Myostatin und somit zum Ausfall der Hemmfunktion. Betroffene Tiere entwickeln die extreme Doppellender-Bemuskelung. Schwergeburten und damit einhergehend Verluste von wertvollen Zuchttieren sind die Folge. Am weitesten verbreitet ist die Mutation nt821, die sowohl bei Blau-Weißen Belgiern als auch bei Angus-Tieren und einigen anderen Rassen vorkommt. Nur reinerbige Trägertiere entwickeln den Doppellender-Phänotyp. Mischerbige Anlageträger können daher nur per Gentest identifiziert werden. Da mischerbige Anlageträger den Gendefekt an 50% ihrer Nachkommen weitergeben, kann das fatale Folgen haben. Beim unbewussten Einsatz eines mischerbigen Bullen in der Herde kann sich der Gendefekt in einer Generation stark ausbreiten, ohne dass es bemerkt wird. Bei einer erneuten Anpaarung mit einem mischerbigen Bullen werden 25% der Nachkommen reinerbige Doppellender mit allen damit verbundenen Problemen. Bei einigen Rinderassen wurden Veränderungen im Myostatin-Gen gefunden, die als "Missense Mutationen" bezeichnet werden (Tabelle 1). Diese bewirken eine vom Züchter gewünschte erhöhte Muskelmasse und eine Reduktion im externen und intramuskulären Fettgehalt, ohne aber das Geburtsgewicht zu beeinflussen. Diese Varianten können den Zuchterfolg steigern. Die Leistung von mischerbigen Tieren für die Merkmale Schlachtkörperbemuskelung und Fettgehalt liegt zwischen der Leistung der reinerbigen Tiere.
IGENITY® Profile Nutzen Sie das genetische Potential Ihrer Rinder! IGENITY® DAIRY PROFILE (Milch-Profil): Das Milchrinder-Profil beinhaltet für Ihr Tier die Werte für das genetische Potential der folgenden Merkmale:
Das Fleischrinder-Profil beinhaltet für Ihr Tier die Werte für das genetische Potential der folgenden Merkmale:
Test auf genetische Hornlosigkeit. Derzeit möglich für die Rassen Charolais, Gelbvieh, Hereford, Limousin, Shorthorn, Jersey, Simmental (in Kürze auch für Holstein Friesian und Fleckvieh).
Eurofins Medigenomix genotypisiert Rinder mit dem von der ISAG empfohlenen Standard Marker Set an 11 oder, wenn gewünscht, an 16 Mikrosatelliten. Somit bieten unsere Zertifikate eine internationale und nationale Vergleichbarkeit. Zudem stehen, falls nötig, weitere Mikrosatelliten zur Verfügung.
Bei Rindern mit Zwillingsträchtigkeit ist die Blutversorgung der beiden Plazenten nicht vollständig getrennt. Vielmehr bestehen Gefäßanastomosen, wodurch es zu einem Blutaustausch zwischen den Embryonen kommt. Über diese Verbindung können sich Vorläuferzellen des einen Zwillings im anderen Zwilling absetzten. Dies führt bei verschieden-geschlechtlichen Zwillingen zu einer Intersexualität (sogenannte Zwicken). Weibliche Tiere sind unfruchtbar. Im Blut der Tiere finden sich sowohl Zellen mit zwei X-Chromosomen als auch solche mit je einem X- und einem Y-Chromosom. Dies lässt sich mit einem molekularbiologischen Test sicher und schnell nachweisen.
Wissenschaft befindet sich ständig im Fluss. Die hier wiedergegebene wissenschaftliche Information bezieht sich auf den Kenntnisstand, der Publikationen in international anerkannten Fachzeitschriften zu dem Zeitpunkt der Drucklegung zu entnehmen ist. Eine Gewährleistung der Richtigkeit wissenschaftlicher Daten kann grundsätzlich nicht übernommen werden.
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Eurofins Medigenomix GmbH |
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